Sanierung und Umbau eines Baudenkmals zu einem Hotel in der Düsseldorfer Altstadt.

Baumaßnahme
Umbau und Umnutzung eines ehemaligen Kloster- und Verwaltungsgebäudes aus dem 17. Jahrhundert zu einem 4-Sterne Hotel mit 180 Zimmern sowie Konferenz-, Restaurant- und Fitnessbereichen.

Aufgabenstellung
Der ehemalige Kloster- und Verwaltungskomplex in der Düsseldorfer Altstadt, zwischen Mühlen- und Andreasstraße, Mertensgasse und Grabbeplatz gelegen, hat eine wechselvolle Geschichte erlebt. Unter Einsatz modernster Techniken der Gebäudeausrüstung soll das historische Gebäude aus dem 17. Jahrhundert nun zu einem 4-Sterne Hotel mit allem Komfort ausgebaut werden. Dabei bleibt der Charakter des Denkmals weitgehend unverändert.

Die frühesten Gebäudeteile des Stadthauses entstanden ab dem Jahr 1619 als Kloster- und Kollegiengebäude der Jesuiten. Im 17. Jahrhundert wurde die Anlage maßgeblich umgebaut und durch Neubauten ergänzt. Der heute sichtbare Gebäudetrakt, der zur Mühlenstraße weist, ist ab etwa 1710 entstanden. Dort wurde für die Jesuiten auch eine Sternwarte errichtet, die bis 1953 erhalten blieb. Die Fassade entlang der Mühlenstraße wurde 1823 nach Plänen des preußischen Baumeisters Karl Friedrich Schinkel klassizistisch umgestaltet. Das Stadthaus diente nach seiner Nutzung als Jesuitenkloster und -kolleg weiterhin als Schulgebäude. Später ging es in Staatsbesitz über, um schließlich als Gebäude der Stadtverwaltung genutzt zu werden.

Projektbeschreibung
Die Firma Derag Deutsche Realbesitz AG & Co. KG/Hotel Düsseldorf KG baut das Alte Stadthaus in Düsseldorf zu einem 4-Sterne Hotel um. Der Altbau besteht aus 6 Bauteilen mit unterschiedlichen Nutzungsbereichen. Neben den Hotelbereichen existieren großzügige Flächen für Konferenzen, Küche und Restaurant, Wellness und Fitness.

Die Obergeschosse werden in Gästezimmer, Apartments bzw. in Mehrzimmer-Suiten aufgeteilt.
Die Herausforderung besteht in der Integration der älteren Bauteile in das moderne Nutzungskonzept.

Projektdaten:

intecplan-Leistungen: Leistungsstufen 1 bis 4 unter strenger Einbeziehung der Belange des Denkmalschutzes, der alten Bausubstanz sowie der Nutzungsanforderungen und Leistungsstufen 6 bis 8 der HOAI

Bauherr: Derag Deutsche Realbesitz AG & Co. KG/Hotel Düsseldorf KG

Architekt: Entwurf: TBV Baugesellschaft mbH, Ausführung: Beyß Architekten

Planungsbeginn: März 2009

Planungsende: Oktober 2010

BGF: 13.500 qm

Herstellkosten TGA: ca. 7 Mio. Euro

Sanitär: zentrale Warmwasserversorgung im gesamten Gebäude. Sanitärausstattung mit hohem technischen und formalem Anspruch.

Heizung: Anschluss an die Fernwärmeversorgung der Stadtwerke Düsseldorf. Fußbodenheizung im Empfangs- und Konferenzbereich.

Feuerlöschanlagen: Sprinkleranlage für die Bereiche nach Versammlungsstättenverordnung. Hydrantenanlage für Feuerwehreinspeisung.

Elektro: DaLi-Beleuchtungssteuerung im Erdgeschoss. Flure und Nebenräume mit Präsenzmelder. Versorgung der Hotelzimmer mit Breitbandkabel für LAN und TK.

Raumlufttechnik: mit einem energieeinsparenden VRV-Kälteerzeugungssystem zum Heizen und Kühlen. Raumlufttechnik mit Wärmerückgewinnung und integrierter Kälteerzeugung.

Gebäudeautomation: Aufschaltung der Einzelraumregelung auf hotelinternes Buchungssystem zum Zwecke der Energieeinsparung bei zum Beispiel Nichtbelegung. Kabellose Fensterüberwachung zur automatischen Abschaltung der Fancoils in den Zimmern.

Sicherheit: drahtlose Videoüberwachung. Diebstahlsicherheitssystem für ausgestellte Kunstobjekte.