Revitalisierung Kuhlenwall-Karree Duisburg: neues Leben im alten Gebäude.

Baumaßnahme
Revitalisierung eines 1976 errichteten Verwaltungsgebäudes zur städtebaulichen Aufwertung der Duisburger Innenstadt. Das Objekt wird bis auf den Rohbau vollständig zurückgebaut und durch modernste energiesparende Gebäudetechnik sowie eine neue Fassade auf den aktuellen Stand der Technik gebracht.

Aufgabenstellung
Das Revitalisierungskonzept basiert auf der Vorgabe, die baulichen Eingriffe in die Substanz des aus den 70er Jahren stammenden Gebäudes auf das notwendige Maß zu beschränken. Aus diesem Grund werden die wesentlichen Bestandteile des intakten inneren Gebäudekerns sowie die funktionalen Fixpunkte der hoch installierten Flächen wie Küche, Aufzüge, Sanitärkerne etc. weitgehend beibehalten.

Die Revitalisierungsmaßnahme zielt zudem darauf ab, das äußere Erscheinungsbild des 1976 durch die Sparkasse Duisburg errichteten Gebäudes aufzuwerten. Im Zuge der Maßnahme werden sämtliche äußeren und inneren Gebäudeteile bis auf den Rohbau entfernt und einschließlich einer modernen Gebäudetechnik neu aufgebaut. Die Energieversorgung wird auf umweltfreundliche Fernwärme umgestellt. Durch ergänzende Anbauten im Erdgeschossbereich erhält der vorhandene Innenhof des Kuhlenwall-Karrees als Mittelpunkt des Gebäudekomplexes neue urbane Attraktivität.

Projektbeschreibung
Im Vordergrund des Projekts Revitalisierung Kuhlenwall-Karree stehen die Modernisierung der Gebäudetechnik sowie eine Verbesserung der Arbeitsplatzbedingungen. Diese sollen modernsten Anforderungen in Bezug auf die thermische und akustische Behaglichkeit sowie die Sicherheit genügen. Weitere Schwerpunkte der intecplan-Leistungen sind die nachhaltige Senkung des Energiebedarfs und des CO2-Ausstoßes sowie die Reduzierung der Betriebskosten.
Die Energiesparziele werden durch den Anschluss des Gebäudes an die kommunale Fernwärmeversorgung aus den Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen der Stadtwerke Duisburg realisiert. Zusätzlich garantiert der Einbau einer hocheffizienten Wärme- und Kälterückgewinnung über Adiabatik ganzjährig eine primärenergiesparende Raumklimatisierung. Bedarfsgeregelte Lüftungsanlagen sowie digitale Mess- und Regeltechnik zur zentralen Steuerung und Regelung der Gebäudetechnik erhöhen zusätzlich die Energieeffizienz des Objekts.
Optisch und städtebaulich wird das Kuhlenwall-Karree durch die Verwendung von Naturstein und Stahl für die Fassade deutlich aufgewertet. Das revitalisierte Gebäude leistet damit einen sichtbaren Beitrag zur Umsetzung des von Architekt Sir Norman Foster entwickelten städtebaulichen Masterplans, mit dem Urbanität und neue Lebensqualität in der Duisburger Innenstadt geschaffen werden sollen.
Nach Abschluss des Revitalisierungsprojekts werden insgesamt etwa 10.600 qm Büro- und Gewerbefläche zur Verfügung stehen. Sie sollen von der Sparkasse Duisburg und zusätzlichen Mietern genutzt werden.

Projektdaten:

intecplan-Leistungen: Gesamtplanung und Bauüberwachung der Technischen Gebäudeausrüstung

Bauherr: Sparkasse Duisburg

Architekt: aib agiplan integrale Bauplanung

Generalplanung + Projektsteuerung: SGE Stüdemann-Grundbesitz-Entwicklung GmbH

Planungsbeginn: 2008

Fertigstellung: 2011

Baukosten: ca. 20 Mio. Euro

Sanitär: Leitungsnetze mit hocheffizienter Pumpentechnik. Sanitäre Einrichtungen mit wasser-sparender Technologie.

Heizung: Fernwärmeversorgung aus den Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen. Heizflächen als Strahlungsbrüstungssystem mit selbsttätiger Regelung der Raumtemperatur und Elektro-Brüstungskanalsystem.

Raumlufttechnik: hocheffiziente Ventilatorenantriebstechnologie und bedarfsgerechte Regelung über CO2-Fühler und variable Volumenstromregler. Ausnutzung von Umweltenergie für die Raumkühlung. Wärme- und Kälterückgewinnung im Winter und Sommer.

Elektro: Beleuchtung mit elektronischen Vorschaltgeräten.

Gebäudeautomation: digitale Mess- und Regelungstechnik zur zentralen Steuerung und Regelung aller Anlagensysteme.

Sicherheit: automatische Brandmelde- und Feuerlöschanlage inkl. Alarmierung. Feuerhemmende, rauchdichte Abschottung neuer Leitungs- und Kanalsysteme.