Modernes Bank- und Verwaltungsgebäude auf dem Kirchberg in Luxemburg.

Baumaßnahme
Im Luxemburger Stadtteil Kirchberg entsteht ein modernes, repräsentatives Bankgebäude. Die 6 Obergeschosse des quaderförmigen Gebäudes gruppieren sich um ein überdachtes Atrium mit versetzten Wintergärten und Terrassen.

Aufgabenstellung
Im Zentrum des Finanzviertels von Luxemburg errichtet das Bankhaus Sal. Oppenheim ein repräsentatives Verwaltungsgebäude, das architektonisch außergewöhnliche Akzente setzt. Zugleich erfüllt es im Hinblick auf Wirtschaftlichkeit, Ökologie und Ergonomie höchste Erwartungen.

Bei der Planung sollten nicht nur alle deutschen und europäischen technischen Standards wie zum Beispiel der EnEV und der TEWI berücksichtigt werden, sondern auch die grundlegenden behördlichen Anforderungen nach dem luxemburgischen Commodo/Incommodo-Gesetz. Aufgrund seiner baulichen Gestaltung und Nutzung werden in dem Gebäude extreme innere Wärmelasten erwartet. Das Gebäude wurde als hochfunktionales, mit umfangreicher technischer Ausstattung und hoher Arbeitsplatzdichte ausgestattetes Objekt geplant.

Projektbeschreibung
Die Konzeption der Technischen Gebäudeausrüstung hatte vor allem die hohen inneren Wärmelasten des Gebäudes zu berücksichtigen. Da eine Fensterlüftung aufgrund der Lage, der Nutzungskonzeption und der raumklimatischen Anforderungen nur schwer möglich war, wurden Lüftungsanlagen mit mehrfachen Luftwechselraten geplant, die mit Frequenzumformer, integrierter Kältemaschine und Wärmerückgewinnung ausgestattet wurden.

Zur Abführung der hohen inneren Lasten erhielt das Gebäude Hochleistungskühldecken. Für die Kälteerzeugung stehen unter anderem eine luftgekühlte Kältemaschine mit Freikühleinrichtung sowie eine Absorptionskältemaschine, die über den Fernwärmeanschluss betrieben wird, zur Verfügung. Der COP-Wert (Verhältnis zwischen Stromeinsatz und Kälteerzeugung) der ausgewählten Maschinen entspricht den Anforderungen an einen energieeffizienten Einsatz der Kältemaschinen.

Eine umweltgerechte Beheizung des Gebäudes wird über Fernwärme gewährleistet. Sämtliche sanitären Einrichtungen erhalten wassersparende Armaturen. Für einen energiesparenden Betrieb der Beleuchtungsanlage wurden Arbeitsplatzbeleuchtungen mit maximal 500 Lux und licht- und personenabhängiger Steuerung eingeplant. Die gesamte Gebäudeautomation wird über ein LON-Bussystem gesteuert.

Projektdaten:

intecplan-Leistungen: Grundlagenermittlung

Bauherr: Bankhaus Sal. Oppenheim jr. & Cie. S.C.A.

Architekt: Jo. Franzke Architekten

Planungsbeginn: November 2008

Planungsende: März 2009

BGF: 24.300 qm

Herstellkosten TGA: 7,5 Mio. Euro

Sanitär: Regenwasserrückhaltung über eine 10.000-Liter-Zisterne zur Bewässerung der Außenanlagen. Solaranlage zur Warmwasserbereitung.

Heizung: Anschluss an die Fernwärmeversorgung der Stadt Luxemburg. Nutzung auch für die Kälteerzeugung durch eine Absorptionskältemaschine. Fußbodenheizung im Atrium.

Raumlufttechnik: Lüftungsanlagen mit Frequenzumformer, integrierter Kältemaschine und Wärmerückgewinnung. Hochleistungskühldecken, luftgekühlte Kältemaschinen mit Freikühleinrichtung und Absorptionskältemaschine. Spezielle Raumluft- und Kältetechnik für Großraumtresor.

Elektro: kundeneigene Netzstation mit Mittelspannungsschaltanlage. Redundante USV-Anlagen mit 200 kVA zur Versorgung der kritischen PC Arbeitsplätze und des eigenen, hausinternen Rechenzentrums. Tageslicht- und präsenzabhängige Steuerung der Beleuchtung.

Gebäudeautomation: LON-Businstallationssystem.